[!info] Podcast-Faible · Folge #19

Erster Berührungspunkt & Anstoß

Was war dein erster Berührungspunkt mit Podcasts und was hat dich dazu veranlasst, selbst zu podcasten?

War selbst keine große Podcast-Hörerin – Katharina (Co-Host) brachte sie dazu. Anlass war, dass der Verlag aus ihrem Debüt-Buch ‘Die Klügere gibt ab’ (über mütterliche Erschöpfung) kein Hörbuch machte. Sie wollten erschöpfte Mütter erreichen, die kein Buch lesen können, aber unterwegs hören können. Aus der buchbegleitenden Reihe wurde ein eigenständiger Podcast.

„Wenn die kein Hörbuch draus machen, dann machen wir ein Podcast draus."

Themen: Duo-Format

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Eigener Podcast-Konsum

Welche Podcasts hörst du selbst gern? Welche Genres mögst du?

Voll drin im Game – hört aus den gleichen Gründen wie sie produziert: nebenher beim Auto fahren, Kochen, Backen, Aufräumen. Nutzt Podcasts auch zur Recherche bei multitasking. Auch Gemischtes Hack zur leichten Unterhaltung. True Crime hat sie gepackt (Zeit Verbrechen) – passt zu ihrer ursprünglichen Studienrichtung (forensische Psychologie war ihr Plan), die Faszination für psychologische Hintergründe von Verbrechen blieb.

„Ich nutze Podcasts auch ein bisschen in die Recherche-Richtung, dass ich nebenher irgendwie einen Wissens-Podcast zu einem bestimmten Thema […] höre."

Themen: Recherche & Vorbereitung · True Crime

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Zeitaufwand pro Folge

Wie viel Zeit investierst du in eine Folge — von Vorbereitung bis Nachbereitung?

Gästinnen-Akquise ist leichter geworden (immer mehr kommen auf sie zu). Bücher vorlesen: 300-400-Seiten-Ratgeber zu lesen ist nicht in einem Nachmittag drin. Terminfindung über Calendly (gemeinsam geblockter Freitagvormittag) – früher Horror mit E-Mail-Ketten. Aufnahme inkl. Vorgespräch ~1-1,5 Std. Schnitt macht ihr Mann (~1 Std). Social Media macht Katharina mit KI-Hilfe. Insgesamt 4-5 Stunden Bearbeitungszeit pro Folge (ohne Bücher-Lesezeit). KI als Zeitsparer für berufstätige Mütter.

„Wir sind beide Mütter und berufstätig. Und der Podcast ist tatsächlich eigentlich ein Hobby. Also nutzen wir da auch die KI, wo sie uns hilft und Zeit erspart."

Themen: Schnitt-Erlebnis · Zeitaufwand

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Technik

Welche Technik nutzt du? Mikrofon, Kopfhörer, Schnittprogramm?

Beide Blue Yeti zu Beginn gekauft. Sie mit Airpods, Katharina mit Headset. Aufnahme über Riverside (vorher Zencaster), mit Video für YouTube/Reels und Captions. Schnittprogramm-Name weiß sie nicht – das macht ihr Mann. Organisiert via Trello (Kanban-Board), gemeinsames E-Mail-Fach, Website. Sie sehen sich nur ~1× pro Jahr persönlich (Bayern/Tirol).

„Damit immer jeder auch von egal wo auf dem Handy oder auf dem PC den Überblick behalten kann."

Themen: Aufnahme-Tools (Studio Link/Riverside) · Blue yeti

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Liebstes und Nervigstes

Was machst du am Podcasten am liebsten und was ist das nervigste?

Liebt die Gespräche – sie geht jedes Mal ‘on fire’ raus. Eigentlich introvertiert, beim Podcasten keine Hemmungen. Hat sie verändert – sie sucht jetzt auch außerhalb Kontakt zu Gleichgesinnten. Nervig: Nachbearbeitung, Hochladen, Multi-Plattform-Klickerei. Social Media kann sie nicht gut. Lösung: Ihr Mann übernimmt Schnitt, Katharina Social Media – aufgeteilt nach Vorlieben.

„Ich gehe jedes Mal komplett on fire aus den Gesprächen raus."

→ Liebstes und Nervigstes

Wichtigste Lektion

Was ist die wichtigste Lektion, die du anderen Podcastern mit auf den Weg geben würdest?

  1. Nicht alleine machen – sie bewundert Anne dafür. Mit Katharina haben sie Backup bei Krankheit, Kind etc., teilen Arbeit auf. 2) Thema wählen, für das man Leidenschaft hat (mehr Arbeit als gedacht). 3) Gäste gut vorbereiten, besonders bei schweren Themen – sicherer Raum, vorab Fragen besprechen, sagen ‘das hier passiert nicht live, wir können hinterher schneiden’. Zeit nach der Aufnahme einplanen für Nachbesprechung – nicht sofort canceln.

„Ich würde es niemals alleine machen."

Themen: Duo-Format · Gespräche & Begegnungen · Spaß & Motivation

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[!info] Podcast-Faible · Folge #24

Erster Berührungspunkt & Anstoß

Was war dein erster Berührungspunkt mit Podcasts und was hat dich dazu veranlasst, selbst zu podcasten?

Begeistert von amerikanischen Underground-/Nischen-Film-Podcasts (Gentleman’s Guide to Midnight Cinema, Projection Booth), aber 2011 gab es in Deutschland praktisch keine vergleichbaren Filmpodcasts. Mehrere Jahre suchte er Mitstreiter, bis er bei einem gemeinsamen Arbeitgeber Daniel traf – seinen Co-Host bis heute. Damals musste man Gegenübern noch erklären, was ein Podcast überhaupt ist.

„Ich musste auch all denjenigen, die ich ansprach, erstmal erklären, was ein Podcast überhaupt ist und dann sagten die, ach so, ist hier Online-Radio, jaja."

Themen: Duo-Format · Zeitaufwand

→ Erster Berührungspunkt & Anstoß

Eigener Podcast-Konsum

Welche Podcasts hörst du selbst gern? Welche Genres mögst du?

Exzessiver Hörer – jede freie Minute, auch statt Fernsehen. Hört kaum Filmpodcasts (eigene Baustelle, will andere Meinungen nicht ungewollt recyclen). Stark: News-Podcasts (The Daily NYT seit Jahren), investigative Reportagen, Storytelling-Formate aus US/UK (Pineapple Studios, Serial). Mag Serien-Recaps (The Ringer, David Chen). Skeptisch gegenüber True-Crime-Events mit 10.000 Zuschauern – Fremdscham und ethische Bedenken. Lehnt zu kleinteilig-akribische Filmverrisse ab (‘aktiv lustfeindlich’).

„Diese Momente, in denen ich mich da selber dabei ertappe, dass ich eigentlich die Meinung anderer Menschen recycle. Das macht mich unkreativ und faul."

Themen: True Crime

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Erinnerungswürdige Aufnahme

Gibt es eine Podcast-Aufnahme, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Früher waren ihm die katastrophalen Aufnahmen (Mikro fiel aus, er sprach seinen Part nachträglich anhand der Tonspur des Gegenübers ein – mehrmals) wichtig. Mit 800-850 Folgen und 13 Jahren Erfahrung ist das alles ’nicht mehr so schlimm’. Die wirklich einprägsame Folge: 2018 mit Jan Peschel bei der Cinecouch über Kim Franks Regiedebüt ‘Wach’. Wegen ihrer kritischen Besprechung schrieb Kim Frank Jan auf Facebook ‘zurecht’ – ihre Filmbesprechung sei missverstanden. Hat ihn sensibilisiert: bei jungen Filmschaffenden bleibt er bewusster respektvoll, auch wenn er kritisch bleibt.

„Es hat mich sensibilisiert dafür, für die Tatsache, dass vielleicht bei zeitgenössischen Filmen […] einem vielleicht doch mal ab und zu jemand zuhört."

→ Erinnerungswürdige Aufnahme

Zeitaufwand pro Folge

Wie viel Zeit investierst du in eine Folge — von Vorbereitung bis Nachbereitung?

Hängt vom Gesprächsverlauf ab. Game-of-Thrones-Staffel-Folge: ganze Staffel gucken + Recherche + Aufnahme + Schnitt = 20-25 Stunden. Normalfolge Bahnhofskino: 1-2 Filme gucken, 2-4 Std Aufzeichnung, 2 Std Schnitt, Show Notes/Patreon/Werbung – 8-12 Stunden gesamt. Bekommt das mit Vollzeit-Job und Familie hin: Klare Grenzen (keine Aufnahmen am Wochenende oder spät nachts), nur Feierabende. In der freiberuflichen 2019/2020-Phase war das wilder. Hört trotz aller Routine jedes Gespräch in Gänze nochmal an.

„Mittlerweile ziehe ich da ganz ziemlich klare Grenzen und sage, das ist was für meine private Zeit ohne Familie."

Themen: Zeitaufwand

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Technik

Welche Technik nutzt du? Mikrofon, Kopfhörer, Schnittprogramm?

Rode NT1 Kondensatormikrofon, beim Arbeitgeber Shure SM7B. Audient ID4 als Audio-Interface (rauscharm, zuverlässig). Mobil: Zoom H5/H6 (10 Jahre alt, läuft noch). Reaper + Ultraschall-Plugin, Auphonic wegen sehr guter Spracherkennung – erspart Transkripte/Show-Notes-Arbeit. Plädiert dagegen, in High-End-Technik-Fetischismus zu verfallen: Vor 10-15 Jahren gekaufte Sachen funktionieren heute noch.

„So ein High-End-Technik-Fetischismus für gutes Podcasting oder technisch sauberes Podcasting, der ist ja komplett überflüssig."

Themen: Mikrofon-Setup

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Liebstes und Nervigstes

Was machst du am Podcasten am liebsten und was ist das nervigste?

Beim James-Bond-Jahr 2015 verlor er die Hälfte der Hörerschaft – stört ihn nicht. ‘Wir machen das für umsonst.’ Negativ: Hass-Kommentare und ‘unprofessionelles Scheißgelaber von neunmal klugen Besserwessern’ auf Amazon-Rezensionen seiner Bücher. Plädiert: wenn man etwas nicht mag, einfach nichts hinterlassen statt böse Kommentare. Verständlich nur bei großen kommerziellen Produktionen.

„Wir machen das aus Spaß und Freude."

Themen: Hörer-Feedback

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[!info] Podcast-Faible · Folge #14

Erster Berührungspunkt & Anstoß

Was war dein erster Berührungspunkt mit Podcasts und was hat dich dazu veranlasst, selbst zu podcasten?

2005/06 über einen kleinen iPod – Tab neben Musik ‘Podcast’ entdeckt. Erster Podcast: ‘Wann Hoffs wunderbare Welt der Wissenschaft’. Faszinierte ihn als ‘Radio zum Mitnehmen, nicht so tot produziert’. Liebt heute lange Formate wie ‘Alles gesagt’ (7 Stunden). Hörbuch-Junkie privat, Podcasts als perfektes Begleitmedium zu Tätigkeiten wie Rasenmähen.

„Das ist so wie Radio, das kannst du aber mitnehmen, das kannst du jederzeit hören, es ist auch nicht so tot produziert."

Themen: Begleitmedium · Wissenschaftspodcasts · iPod-Generation

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Eigener Podcast-Konsum

Welche Podcasts hörst du selbst gern? Welche Genres mögst du?

‘Total atypisch’ – Technik/Wissenschaft/Sci-Fi. Lage der Nation, Hörchors Lernfragen, Raumzeit, viele Tim-Pritlove-Formate. Liebt nischige Spezialthemen wie Ressourcen FM (4–6 Stunden über Edelmetalle) – das entspannt ihn. Astronomie/Raumfahrt als ‘heile Welt’. True Crime meidet er (emotional aufgeheizt, dramaturgisch zugespitzt). Podcast hat bei ihm das lineare Fernsehen ersetzt.

„Aus irgendeinem Grund entspannt mich sowas total."

Themen: True Crime · Wissenschaftspodcasts

→ Eigener Podcast-Konsum

Zeitaufwand pro Folge

Wie viel Zeit investierst du in eine Folge — von Vorbereitung bis Nachbereitung?

Ausführliches Format mit langem Vorgespräch (~2,5 Stunden). Terminplanung 1-3 Wochen, manchmal auch 1-3 Jahre. Aufnahmetag: 3× 45 Min Aufnahme mit Pausen, 5-7 Stunden zusammen verbracht (oft mit Übernachtung für weit Anreisende). ‘Ich mag die Menschen nicht so gern als Podcast-Folgenvieh sehen.’ Schnitt: für 3h Aufnahme noch 3-5h Schnitt, Korrekturhören durch seine Partnerin, Show Notes, Transkript erstellen lassen. Insgesamt ~20 Stunden pro Folge. Live-Folge dienstags 20:30-22:00: ~8 Stunden inklusive Pre/Post.

„Ich mag die Menschen nicht so gern als Podcast-Folgenvieh sehen, also ne, hallo, wir nehmen jetzt auf, […] jetzt hau ab, das finde ich doof."

Themen: Gespräche & Begegnungen

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Technik

Welche Technik nutzt du? Mikrofon, Kopfhörer, Schnittprogramm?

Tascam Portacapture als Interface (32-Bit-Aufnahmen – nichts übersteuert, hochleveln möglich). Tim-Pritlove-Gedächtnis-Headsets (Behringer SM58-Klone), vorher Superlux-Headsets versagten bei IKEA-Lampe. Ultraschall unter Windows mit ‘Remove Silence’-Workflow. Live-Folgen mit Studio Link für Anrufer, Sipgate für Festnetz. Podigy als Hoster. Zencaster für Remote-Aufnahmen. SD-Karte zeigt er Gästen als Vertrauensbasis (‘soll ich sie wegwerfen?’).

„Ich finde es eigentlich schön, wenn die Leute sich auf der Couch richtig lümeln können und sich gemütlich machen."

Themen: Headset vs. Mikro · Remove silence

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Wichtigste Lektion

Was ist die wichtigste Lektion, die du anderen Podcastern mit auf den Weg geben würdest?

Mehrere Lektionen: erster Eindruck stimmt oft nicht – Mut zum Risiko, öfter Ja sagen. Zeitmanagement angewöhnen. Vertrauen ins Publikum – Hörer geben gutes Feedback. Bei kritischen Mails (Beispiel: Eheproblem-Andeutung) eher Gespräch fördern, nicht löschen.

„Selbst wenn ich so sage, ah, kann das mit der Person klappen oder nicht, einfach öfter mal Ja sagen."

Themen: Authentizität & Mut

→ Wichtigste Lektion


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