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OrganisationenLano Inc.
ThemenPodcast, Audioproduktion, Community

[!info] Podcast-Faible · Folge #29

Erster Berührungspunkt & Anstoß

Was war dein erster Berührungspunkt mit Podcasts und was hat dich dazu veranlasst, selbst zu podcasten?

Erster Berührungspunkt waren um 2011/2012 die Podcasts Einschlafen Podcast und Esel & Teddy, deren Anarchie ihn begeisterte. Den Anstoß zum eigenen Podcasten gab eine Helmut-Kohl-Imitation, die er bei Esel & Teddy einreichte – darüber kam er mit Stefan Brocksch in Kontakt, seinem ‘Podfather’. Daraus entwickelte sich 2013 das Talk-Format ‘Der will doch nur spielen’.

„Stefan Brocksch quasi auch so ein bisschen mein Podfather und also der, der mich gefördert hatte und unterstützt hat beim Podcasten."

Themen: Sendegate-Community · Stefan Brocksch (Esel & Teddy)

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Eigener Podcast-Konsum

Welche Podcasts hörst du selbst gern? Welche Genres mögst du?

Hört Podcasts von Leuten, die ihm Freude bereiten – Wochennotiz mit Jan und Tim, methodisch inkorrekt, oder Formate aus seiner Anfangszeit. Sehr viel zum Einschlafen, wodurch er sich an wenig erinnert. Daneben Brettspielpodcasts (Prätagogen, Spieleboxcast), KI-Themen, Science Busters. Werbung, die er nicht überspringen kann, ist ein Ausschlusskriterium.

„Sie müssen nicht immer gut produziert sein, Hauptsache ich habe Bock, die Leute zu hören."

Themen: Familie & Privatleben

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Erinnerungswürdige Aufnahme

Gibt es eine Podcast-Aufnahme, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Erinnert sich an die nicht mehr verfügbare Episode ‘Fett und eingebrannt’ (von Kumpel Patrick). Damals nutzten sie CC0-lizenzierte Podcasts und übernahmen deren Rubriken und Musik, mit anarchischem Twist – während Christopher (von Becky) seriös bleiben wollte und Johannes ihn torpedierte. Bei Patrick verließ er einmal die Aufnahme für fünf Minuten und ließ ihn moderieren. Die Erinnerung steht für ‘verrückt sein dürfen’ und Grenzen des Formats erkunden.

„Das man so ein bisschen verrückt sein darf oder eben auch ein bisschen über die Grenzen schlagen kann."

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Zeitaufwand pro Folge

Wie viel Zeit investierst du in eine Folge — von Vorbereitung bis Nachbereitung?

Hängt stark vom Format ab. ‘Aufräumen-Podcast’ ist quick & dirty (Udo ruft an, sie räumen auf und quatschen dabei). ‘Wir und Luft nach oben’ mit Stefan Baumann: mal 45 Min, mal aufwändige Spezialfolgen (Duell gegen Esel & Teddy). Für ‘Troubleshooters’ (8 Folgen geplant) ist es ein Riesenprojekt mit Geschichten schreiben, Material erstellen, Booking, Texte aufbereiten, Vorab-Aufnahmen schneiden, Live-Bühne aufbauen, Cutter, redaktioneller Nachschnitt, Sounddesign (Jan), Musik (Martin), Test-Hörerin (Jana), Veröffentlichung, Unterstützer-Feed. Pro Folge: 3-4 Monate von Anfang bis Veröffentlichung. Mit jedem zusätzlichen Beteiligten steigt die Koordinationszeit.

„Es ist nicht ein Hobby, sondern jeder hat so sein Hobby in diesem Projekt. Und das das macht es halt so geil."

→ Zeitaufwand pro Folge

Technik

Welche Technik nutzt du? Mikrofon, Kopfhörer, Schnittprogramm?

Headset funktioniert nicht für ihn (unterschiedliche Stimmen brauchen verschiedene Mikro-Abstände, Stimmen-Übersteuerung). Für sein Hörspiel-Format Sennheiser-Gesangsmikros auf schweren Stativen mit Gummi-Entkopplung gegen Tischklopfen. Audio-Interface mit 10 Spuren (sechs für iPads/Soundboards, vier für Mikros). Festrechner Mac, iPad mit Tastatur unterwegs. Für Aufräumen-Podcast: Zoom F1 Lavaliers. Shure SM7B für Solo. Ultraschall + Studio Link.

„Für dieses Format musste ich neue Mikrofone noch kaufen. Und wir haben ganz klassische Gesangs Mikrofone, also so ganz typische, die man von Bühnen her kennt."

Themen: Mikrofon-Setup · Schnitt-Tools (Ultraschall/Reaper)

→ Technik

Liebstes und Nervigstes

Was machst du am Podcasten am liebsten und was ist das nervigste?

Liebt das niedrigschwellige Medium – mit wenig Mitteln kann man enorm viel rausholen, anders als bei Film-/TV-Produktionen, die durchgetaktet sind. Mikros aufstellen, reden, und etwas Einzigartiges entstehen lassen – das ist sein Antrieb.

„Aus so einem Format, wir können Mikrofone aufstellen und miteinander reden, was rauszuholen, was man so bisher noch nie erlebt hat."

→ Liebstes und Nervigstes

Wichtigste Lektion

Was ist die wichtigste Lektion, die du anderen Podcastern mit auf den Weg geben würdest?

Wichtigste Lektion: Man muss nicht für jedes neue Format einen neuen Podcast-Feed anlegen. Bei Lano hat er erlebt, dass mit jedem neuen Format Hörer*innen verloren gingen – Twitter-Tod, Elternzeit ohne Autofahrt – diese Menschen erreicht man nicht mehr. Sein Learning: man kann der Hörerschaft zutrauen, mit Format-Wechseln innerhalb eines Feeds umzugehen, statt zu separieren.

„Man kann der Hörerschaft durchaus auch was zutrauen, dass sie auch mal sagt okay, vielleicht gibt’s die Folge oder nicht."

Themen: Hörer-Feedback

→ Wichtigste Lektion


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